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Wohnen

Goethe meets Bauhaus

2025, Greifenberg
parallax background

Wohnraumerweiterung
Greifendorf


Auftraggeber
Stillerbauer GbR

erbrachte Leistung
Lph 1-8

Projektdaten
BGF: 570 m² / BRI: 1755 m³

Baukosten
€ 2,5 Mio

Fertigstellung
2025
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH_Tinyhaeuser Greifenberg
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH_Tinyhaeuser Greifenberg
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH_Tinyhaeuser Greifenberg
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH_Tinyhaeuser Greifenberg
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH_Tinyhaeuser Greifenberg
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH_Tinyhaeuser Greifenberg

Kontext

Das Projekt bildet einen Beitrag zu einer positiven Nachverdichtung im dörflich gewachsenen Umfeld. Entstanden ist ein Ensemble aus 5 eng aneinander stehenden kleinen Häusern, die eine nachbarschaftlich geprägte Wohnform ermöglichen. Direkte Blickbeziehungen sowie das Teilen von gemeinschaftlichen Freiräumen fördern den Austausch zwischen den Bewohnern.
Das Konzept ist eng mit der Stadt Weimar verbunden. Die Bauherrenschaft, die die Stadt häufig besuchte, bewundert die Epoche der Weimarer Klassik und im Kontrast dazu die Moderne des Bauhauses. So entstand die Idee einer Gegenüberstellung dieser zwei, ganz verschiedener Architekturrichtungen, beide prägende kulturhistorische Epochen für Weimar.

Aufgabe

Die Gebäude sind als small houses beziehungsweise Austragshäuser konzipiert und eignen sich sowohl für temporäres als auch für ein dauerhaftes Wohnen. Alle Häuser folgen einem einheitlichen Grundprinzip mit gleichen Dimensionen und Raumaufteilungen: Drei übereinander liegende Geschosse nehmen jeweils ein Zimmer pro Etage auf. Für Variation verschieben sich einige Stockwerke gegeneinander. Diese Versätze schaffen überdachte Balkone und geschützte Eingangsbereiche.
Zwei der Häuser wurden zu einem Doppelhaus zusammengefügt. Diese Verbindung ermöglicht eine flexible Wohnnutzung und reagiert auf unterschiedliche Lebenssituationen der Bewohner. Durch das Öffnen oder Schließen von Türen zwischen den Gebäuden können je nach Bedarf die Einheiten zusammengeschaltet oder getrennt genutzt werden.

Die Häuser verfügen aufgrund ihrer optimalen Dämmung über einen Wandaufbau von 40cm Stärke. Die Konstruktion besteht aus Massivholzwänden, die außen mit ökologischen Holzfasern gedämmt und Kalkputz versehen sind. Im Innenraum sorgt der Lehmputz für ein ausgewogenes Raumklima. Die Energieversorgung erfolgt über eine zentrale Wärmepumpe, die alle fünf Häuser versorgt und im einzigen unterkellerten Gebäude untergebracht ist. Ergänzend dazu tragen Photovoltaik-Module zur Eigenenergieerzeugung bei.
Sunder–Plassmann Architekten Stadtplaner BDA GmbH